1. Beschreiben Sie den Anlass und das Ziel

Schreiben Sie auf, warum das Projekt jetzt ansteht. Vielleicht hat sich Ihr Angebot verändert, die vorhandene Seite lässt sich schwer bearbeiten oder Sie möchten erstmals online sichtbar werden. Unterscheiden Sie den Anlass vom gewünschten Ergebnis: Was soll ein Mensch auf der neuen Website verstehen oder erledigen können?

Nennen Sie Ihre wichtigsten Zielgruppen und deren typische Fragen. Ein kurzer Satz pro Gruppe genügt für den Anfang. Wenn mehrere Ziele konkurrieren, markieren Sie das wichtigste. Diese Priorität hilft später beim Seitenaufbau und bei Entscheidungen über zusätzliche Funktionen.

2. Sammeln Sie, was bereits vorhanden ist

Legen Sie Logo, Gestaltungsgrundlagen, Texte, Bilder und vorhandene Drucksachen zusammen. Kennzeichnen Sie, was aktuell ist und wofür Nutzungsrechte vorliegen. Es ist hilfreich, auch Lücken zu benennen: Ein fehlendes Porträt oder ein ungeklärter Leistungstext wird so Teil der Planung.

Bei einer bestehenden Website notieren Sie wichtige Seiten und Funktionen. Was soll erhalten bleiben? Welche Inhalte werden nicht mehr gebraucht? Sammeln Sie relevante Domain-, Hosting- und Systeminformationen. Übermitteln Sie Passwörter später über einen gemeinsam vereinbarten sicheren Weg.

3. Skizzieren Sie Inhalte und Sprachen

Erstellen Sie eine erste Liste der Inhalte, die Besuchende benötigen: Angebot, Ablauf, Arbeitsbeispiele, Hintergrund und Kontakt. Die Liste muss noch keine endgültige Navigation sein. Schreiben Sie zu jedem Punkt, wer Informationen liefern und freigeben kann.

Benennen Sie die benötigten Sprachen und wer die Übersetzungen prüft. Planen Sie auch spätere Aktualisierungen in allen Sprachfassungen ein. Wenn Sie unterschiedliche Regionen ansprechen, halten Sie fest, ob Angebot, Kontakt oder Inhalte tatsächlich voneinander abweichen.

4. Beschreiben Sie Funktionen als Ablauf

„Wir brauchen eine Buchung“ lässt viele Fragen offen. Beschreiben Sie stattdessen einen beispielhaften Weg: Eine Person wählt eine Leistung, sieht verfügbare Termine, hinterlässt Angaben und erhält eine Bestätigung. Notieren Sie auch, wer die Buchung auf Ihrer Seite bearbeitet.

Listen Sie vorhandene Systeme und gewünschte Verbindungen auf, etwa Kalender, Produktverwaltung oder Anfragebearbeitung. Kennzeichnen Sie unverzichtbare Funktionen und spätere Wünsche. Klären Sie, welche laufenden Kosten, Zugänge und betrieblichen Aufgaben mit einer Integration verbunden wären.

5. Machen Sie den Rahmen sichtbar

Nennen Sie einen gewünschten Termin und seinen Grund. Ein Messetermin stellt andere Anforderungen als ein ungefährer Wunsch nach einer Veröffentlichung im Frühling. Ein Budgetrahmen kann helfen, eine passende erste Ausbaustufe zu besprechen; er ersetzt keine gemeinsam abgestimmte Leistungsbeschreibung.

Bestimmen Sie eine Person, die Rückmeldungen sammelt. Wer entscheidet über Texte, Gestaltung und Veröffentlichung? Berücksichtigen Sie Abwesenheiten und Zeit für Prüfungen. Rückmeldungen sind leichter umzusetzen, wenn sie mit dem vereinbarten Ziel begründet und als gemeinsamer Stand übermittelt werden.

6. Denken Sie an die Zeit nach dem Start

Überlegen Sie, welche Inhalte Sie selbst pflegen möchten und wo Unterstützung nötig ist. Halten Sie Fragen zu Einweisung, Aktualisierungen, Backups und Kontaktwegen fest. Für Formulare sollte geklärt werden, wer Anfragen erhält und wie personenbezogene Angaben behandelt werden sollen.

Bringen Sie diese Notizen zum ersten Gespräch mit. Daraus können ein realistischer Umfang, offene Aufgaben und ein überprüfbarer nächster Schritt entstehen. Sie müssen die technische Lösung noch nicht auswählen; entscheidend ist zunächst, dass die Aufgabe verständlich wird.

Der nächste sinnvolle Schritt

Beginnen Sie mit einer Seite Notizen: Ziel, wichtigste Inhalte, benötigte Funktionen und offene Fragen. Diese Grundlage reicht aus, um die Möglichkeiten gemeinsam zu konkretisieren.

Der Pakt